Der Frühling ist eine Lieblingsjahreszeit im Gartenbau
Der Frühling ist im Gartenbau eine beliebte Jahreszeit, weil die Strahlung zunimmt — für einige Kulturen bringt er aber auch eine neue Komplexitätsebene mit. Paprika ist ein gutes Beispiel.
Paprikapflanzen sind besonders empfindlich gegenüber der höheren Strahlung und steigenden Temperaturen im Frühling. Im Vergleich zu Tomate oder Gurke hat Paprika eine relativ niedrige Transpirationsrate. Das bedeutet: Die Pflanze hat weniger natürliche Kühlleistung.
Das Ergebnis? Die Fruchttemperatur kann schnell steigen. Wenn die Frucht überhitzt und keine Wärme abgeben kann, wird sie anfällig. In der Praxis führt das zu Sonnenbrand an den Früchten und schafft Eintrittspforten für Infektionen.
Traditionell steuern Gärtner das über Schirmstrategien. Damit das wirklich greift, braucht es verlässliche Daten zur Fruchttemperatur. Genau hier wird es heikel: Punktsensoren tun sich schwer, weil die Kultur sich ständig bewegt und weiterentwickelt.
Was Gärtner eigentlich brauchen, ist ein kontinuierlicher, präziser Einblick in Frucht- und Blatttemperatur — getrennt voneinander.
In der Praxis sehen wir bei Paprikabetrieben einen Wechsel hin zu kamerabasiertem Monitoring. Mit der Sigrow Stomata Camera (KI-gestützte Wärmebildgebung) können Gärtner Früchte und Blätter automatisch erkennen, unterscheiden und ihre Temperaturen in Echtzeit messen — und das direkt mit dem Klimacomputer koppeln und über Priva Horticulture, Hoogendoorn Growth Management und Ridder steuern.
Interessanterweise erwies sich schon die Kameraplatzierung als Herausforderung. Paprikapflanzen lassen Blätter gerne über den Früchten wachsen, was die Erkennung erschwert. Gemeinsam mit Gärtnern haben wir das Setup feinjustiert. Die zuverlässigsten Ergebnisse erzielten wir, als die Kamera im 90-Grad-Winkel von der Seite ausgerichtet wurde — das verbessert die Sicht und die Erkennungsgenauigkeit.
Sie fragen sich, ob das auch für Ihre Kultur funktioniert? Sprechen Sie uns gerne an!






